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In der Gaststätte "Zum Bahnhöfle" wurde 1933 unter Mithilfe einiger Besigheimer die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz gegründet und wie eine militärähnliche Formation aufgebaut.

Ein großer Teil der Männer wurden aus dem zuvor verbotenen Arbeitersamariterbund rekrutiert. Dabei ging es in erster Linien um das nicht unbeträchtliche und beschlagnahmte Vermögen, das den ehemaligen ASB-Mitgliedern und nun DRK'ler wieder ausgehändigt wurde. Unter anderem gehörte dazu ein "Krankentransportwagen". Dabei handelte es sich um eine stabil gebaute Krankentrage mit Wetterschutz auf einem vollgummibereiften Fahrgestell mit zwei Karbidlampen für die "Nachteinsätze". Der Transport erfolgte durch zwei Sanitäter zu Fuß, die einen Verletzten oder Kranken in das Krankenhaus brachten.

Schon zu der Gründungszeit wurde beim DRK eine weibliche Gruppe gegründet - natürlich von den Männern streng getrennt. Von letzteren wurde Disziplin und Einsatzbereitschaft gefordert. Trotzdem gab es einige Sanitätsübungen, bei denen die Frauen dabei sein konnten.

Es geht mir schnellen Schritten voran

Die folgenden Jahre können als Beschaffungsjahre bezeichnet werden. Die Blutspendeaktionen wurden ausgebaut, es gab einen neuen Erste-Hilfe-Leitfaden, in der Landwirtschaftsschule fand der Ortsverein ein neues Domizil, in dem er auch heute noch ist. Der erste Seniorennachmittag fand mit 190 Personen statt. Es folgten Seniorenausflüge und der Aufbau der Seniorengymnastik. Die Existenz einer inzwischen gegründeten Jugendgruppe war allerdings nicht von Dauer.

Die aktiven Mitglieder des DRK hatten inzwischen in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Aktivittäten zu leisten: Erste-Hilfe- und Sofortmaßnahmen am Unfallort -Kurse Sanitätsdienste bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen, diverse Einsätze bei Bränden und Hochwasser, Bereitschafts- und Gruppenabende, Weiter- und Fortbildungen usw.

Gleichzeitig wurden aber sehr viele Aktivitäten zur Pflege der Kameradschaft unternommen. In neuester Zeit fielen auch die Gründungen der Spezialgruppen SEG, Betreuung und KTW. Es wurde eine Garage gebaut und neue Fahrzeuge angeschafft. Außerdem wurden Funkmeldeempfänger gekauft.

Im Laufe der Jahre gab es Veränderungen. die sich auf die DRK-Kolonne auswirkten. Die Oberämter Besigheim und Brackenheim wurden aufgelöst, das DRK, aus dem nun ein Halbzug Lauffen geworden war, kam zum Kreis Heilbronn. Zum Bereich des DRK Lauffen kamen die Gemeinden Neckarwestheim und Talheim dazu. Viele aktive Rotkreuz-Sanitäter waren zur Wehrmacht einberufen worden, der Einsatz der weiblichen Mitglieder wurde verstärkt, auch beim Bereitschaftsdienst. Eingesetzt war das weibliche Rot Kreuz auch bei der häufiger werdenden Erste-Hilfe-Luftschutz-Ausbildung.

Gegen Ende des Krieges wurde Lauffen in "Dorf" und "Städtle" getrennt. Die Brücke bestand nicht mehr. Im Dorf mussten in einem Notlazarett im Luftschutzkeller der "Alten Schule" Helferinnen und Helfer des DRK Tag und Nacht parat stehen. Eine schlimme Zeit für die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler. Nach dem Ende des Krieges gab es kein Rotes Kreuz mehr.

Eine kleine Zelle entstand dann zuerst in Heilbronn. Die dortigen Mitglieder halfen überall dort, wo aus eigener Kraft eine Wiedergründung der örtlichen DRK Ortsvereine nicht möglich war. In Lauffen wurde im Frühjahr 1946 das DRK im "Lamm" wieder gegründet. Es waren außer einigen Heilbronnern auch noch Rotkreuzler aus Lauffen, Neckarwestheim und Talheim anwesend. Es entstand der "Ortsverein Lauffen a. N. im Württembergischen Roten Kreuz, Kreis Heilbronn".

Die Hauptaufgabe in der damaligen Zeit bestand für das DRK im Verteilen von "Care-Paketen" und Spendensendungen an Bedürftige, sowie an Befragung heimkehrender Soldaten nach Vermissten. Außerdem hatte das Lauffener Rote Kreuz keine Heimat mehr. Das Vereins- und Ausbildungslokal in der heutigen Herzog-Ulrich-Schule war zum Feuerwehrgeräteraum umfunktioniert worden. Die finanziellen Mittel waren knapp, Ausbildungskurse mussten vor allem in Neckarwestheim und Talheim reduziert werden.

Das Besondere an der Hauptversammlung im Februar 1948 war, dass eine Vereinsleitung und Bereitschaftsführung erstmals nach "demokratischen Grundsätzen" gewählt wurden. In den folgenden Jahren wurde der DRK Ortsverein in seinem organisatorischen Aufbau gefestigt. Die acht Doppelstunden dauernden Erste-Hilfe-Kurse und die 12 Doppelstunden Sanitätskurse bewährten sich. Ende 1952 waren 19 männliche und 9 weibliche aktive Rotkreuzler gezählt worden.

Das Vereinsleben hatte nun mit viel Arbeit, Ausbildungen und vielen organisatorischen Fragen begonnen. Die erfolgreichste Schaffensperiode, in der auch der Beginn der Blutspendeaktionen fiel, war laut Analen in der Zeit von 1958 bis 1967. Es gab den Ausbau der "Häuslichen Krankenpflege" und die Beschaffung von Sanitätsmaterial für Katastrophenfälle. Hinzu kam der Kauf von Sanitätstaschen. neuen Krankentragen und vor allem Dingen von Dienstkleidung für die männlichen und weiblichen Rotkreuzler. In der Herzog-Ulrich-Schule hatte man wieder eine Unterkunft gefunden.